Über uns
"Änderungen des Programms in Absprache mit den TeilnehmerInnen sowie in Berücksichtigung der Wetter-, Schnee- und Lawinenverhältnisse bleiben vorbehalten."




Schneeverwehungen beim Obre Rossusee, Simplongebiet
Foto: Markus Zürcher

Liebe Bergfreundinnen und Bergfreunde

Obiger Satz steht nun seit über zwanzig Jahren auf jedem unserer Detailprogramme. Ursprünglich gedacht für Situationen mit zu viel Schnee und grosser Lawinengefahr, mussten wir den Sinn des Satzes leider in den letzten beiden Jahren, besonders über die Festtage, gegenteilig interpretieren.

Wie diese neuen Erfahrungen gezeigt haben, ist es möglich, auch ohne viel Schnee schöne, spannende und überraschende Touren zu unternehmen. Auch solche, die bei „normalen“ Winterverhältnissen oft nicht möglich wären.

Klimaveränderung und Wetterkapriolen zwingen uns dazu, unsere Wintertouren in immer höher gelegene Regionen zu verlegen. Konnten wir vor 20 Jahren eine geschlossene Schneedecke ab 1000 m als sicheren Wert annehmen, müssen wir heute mit einer Höhe von 1300 m bis sogar 1500 Metern rechnen, um über grosse Teile des Winters sicher Schnee zu finden.

Diese Fakten führen dazu, dass wir und alle Winter- sportbegeisterten weiter reisen müssen, um Schnee zu finden. Dass dies möglichst umweltfreundlich passieren sollte, mit Bahn, Postauto, Alpentaxi oder Kleinbus und zum Schluss vielleicht sogar mit Liftanlagen, ist für uns selbstverständlich. Wir wollen uns ja möglichst wenig an der Aufheizung der Atmosphäre beteiligen.



Ich finde es bemerkenswert, dass der letzte Winter nach einer zweiwöchigen Kälteperiode im Januar (neben den viel zu warmen Monaten Dezember und Februar) offenbar verbreitet als kalter Winter in Erinnerung bleibt. Unglaublich, wie sich die Wahrnehmung verändert hat! Und beim Mitverfolgen der globalen Umweltpolitik kommt bei mir trotz dem Pariser Klimaabkommen höchstens ein verhaltener Optimismus auf.

Was uns die Zukunft bringt ist ungewiss, aber wir können dazu beitragen, dass sie lebenswert bleibt. Deshalb finde ich es wichtig, auch Heranwachsende für die Umwelt zu sensibilisieren, wie dies die Bildungswerkstatt Bergwald (www.bergwald.ch) seit über 20 Jahren tut. Seit 14 Jahren arbeite ich regelmässig in deren Projekten mit und wir erlauben uns, dem Postversand dieses Programmes ein Faltblatt dieser Stiftung beizulegen.

Ich wünsche allen ein vielfältiges und unfallfreies Touren- und Wanderjahr.


mit herzlichen Grüssen


Stephan Zürcher und das ganze
Team von